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Posterabstracts 2018-05-23T14:27:05+00:00

Posterabstracts

Denise Brückner, Fernuniversität Hagen

Abstract
Der Öffnungsbeschluss der Kultusministerkonferenz im Jahr 2009 gewährte beruflich Qualifizierten erstmals einen umfassenden Zugang zu akademischer Hochschulbildung. Mittlerweile ist der Beschluss in allen Bundesländern in den Hochschulgesetzen verankert worden, jedoch sind die Einschreibezahlen von beruflich qualifizierten Studienanfängern auf konstant niedrigem Niveau (< 3%). Die FernUniversität in Hagen hingegen nimmt in diesem Kontext eine besondere Rolle ein: hier haben sich seit der Öffnung der Studiengänge für diese Klientel bereits knapp 7.500 Studierende ohne allgemeine Hochschulreife eingeschrieben. Um den besonderen Bedarfen dieser neuen, wenngleich für die FernUniversität nicht völlig unbekannten Zielgruppe gerecht zu werden, wurde 2014 das auf drei Jahre angelegte, fakultätsübergreifende Projekt „BQ“ initiiert. Es hat einerseits zum Ziel, passgenaue Konzepte zur Unterstützung der Studierenden in den beteiligten Lehrgebieten zu entwickeln, zum anderen in diesem Rahmen durch die wissenschaftliche Begleitung theoretisch fundierte didaktische Leitlinien in jenen Unterstützungsangeboten zu implementieren und zu evaluieren. Im Fokus steht hier insbesondere der Übergang vom beruflich-praktisch geprägten hin zum akademisch-wissenschaftlichen Lernen. Die Konzepte wurden bereits ab Sommersemester 2016 in den Lehrbetrieb aufgenommen und seitdem begleitend evaluiert. Erste Ergebnisse deuten bereits auf eine hohe Beteiligung als auch Zufriedenheit der Studierenden hin.

Dr. Julia Sommer, Goethe-Universität Frankfurt

Co-Autoren: Dr. Florian Durst, Bertram Bühner

Abstract
Das Zentrum Naturwissenschaften hat die Stärkung der Grundlagenkompetenzen in Mathematik, Physik und Chemie zum Ziel. Es ist Teil des Projektes „Starker Start ins Studium“, dem QPL (Qualitätspakt Lehre)-Projekt zur Verbesserung der Studieneingangsphase der Goethe-Universität Frankfurt. Im Zentrum bieten ca. 20 Lehrende zielgruppen- und bedarfsgerechte Angebote wie Vorkurse, Fachberatungen und eLearning-Kurse an. Diese umfassen auch für das Studium wichtige Schlüsselkompetenzen und Arbeitstechniken wie beispielsweise das wissenschaftliche Schreiben.

Ein Schwerpunkt liegt hierbei auf der Arbeit mit studentischen Tutorinnen und Tutoren, die im Rahmen des partizipativen Peer Learnings Studierende individuell in ihrem Lernprozess begleiten. Hierfür wichtige Strukturen sind das Mathematik- sowie das Schreibzentrum.

Im Mathematikzentrum stehen den Studierenden während der Vorlesungs- und Klausurzeiten täglich Lernbegleiterinnen und -begleitern zur Verfügung, die sie beim Bearbeiten ihrer Übungsaufgaben unterstützen und bei Fragen und Verständnisproblemen weiterhelfen. Dieses Angebot richtet sich an alle Studierenden naturwissenschaftlicher Studiengänge, die Mathematik als Grundlagenfach beinhalten. Darüber hinaus bietet das Mathematikzentrum Vorkurse und Repetitorien an.

Das Schreibzentrum richtet sich ebenfalls an alle Studierende der Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik. Zu Schreibberaterinnen und -beratern ausgebildete Studierende bieten hier anderen Studierenden individuelle Beratung bei der Produktion von Texten an.

Manuela Moll, Hochschule Offenburg

Co-Autoren: Dipl.-Pädagoge Michael Canz

Abstract
Das Einstiegssemester startING der Hochschule Offenburg unterstützt Studierende mit einer Vielzahl von Maßnahmen (die in die drei Bausteine Orientierung, Qualifizierung und Befähigung untergliedert sind) darin, den passenden Ingenieur-/Informatikstudiengang zu finden und baut eine Brücke zwischen den beiden Lernorten Schule und Hochschule. Im Angebot PROLEGO werden zwei bisher getrennt voneinander angebotene Module (Team-Projektarbeit und Seminar Schlüsselkompetenzen) miteinander verzahnt. Die im Rahmen von Workshops erworbenen überfachlichen Schlüsselkompetenzen werden praxisnah in die Projektarbeit transferiert. In den Projektgruppen findet ein diskursiver Austausch statt und es entsteht ein Szenario, in dem Informationen aus unterschiedlichen Bereichen (fachlich und überfachlich) zu systemischer Lösungskompetenz verknüpft werden. Angestrebt wird ein exploratives und aktivierendes Lernsetting, in dem ein selbstgesteuerter Lernprozess gelingen kann.

Christian Schröder, Technische Universität Berlin

Abstract
Das Orientierungsstudium MINTgrün wurde im Jahr 2012 an der TU Berlin erstmals angeboten. Es ist eine Reaktion auf steigende Studierendenzahlen, ein stetig wachsendes Studienangebot, jüngere und heterogenere Studierende, hohe Abbruchzahlen, häufige und späte Studiengangwechslerinnen und -wechsler sowie speziell im MINT-Bereich ein niedriger Frauenanteil. Die Neugestaltung der Studieneingangsphase führt an vielen Hochschulen zu neuen Konzepten. Das Orientierungsstudium richtet sich vor allem an noch unentschiedene Studienanfängerinnen und -anfänger. Die Teilnehmenden erleben das Studieren unter „Echtzeitbedingungen“ und können anschließend eine fundierte Studienwahlentscheidung treffen. Sie wählen zwischen regulären Grundlagenmodulen an der TU Berlin und spezifischen Modulen wie dem Wissenschaftsfenster, dem Orientierungsmodul und neun Projektlaboren aus dem MINT-Bereich und den Geisteswissenschaften. Ziel ist es, jungen Menschen Studierchancen zu ermöglichen und sie für den MINT-Bereich zu begeistern. Das Poster zeigt die Entwicklung der ersten fünf Jahrgänge.

Vera Richert M.A., FH Aachen

Co-Autoren: Daniela Möller, Seren Basogul, Carola Kattner

Abstract
Oft entscheidet die soziale Herkunft darüber, welche Bildungschancen und Berufsaussichten junge Menschen in Deutschland erhalten. 77 Prozent der Kinder aus Familien mit akademischer Erfahrung studieren, während es sich bei Kindern aus Familien ohne akademische Erfahrung genau anders herum verhält, 77 Prozent der Kinder studieren nicht. Bildungs- und Chancengerechtigkeit zu fördern, ist ein gemeinsames Ziel der RWTH Aachen University und der FH Aachen.

Ziel des Talentscouting Aachen ist es, einen Beitrag zu diesen gesellschaftlichen Herausforderungen zu leisten und die breitgefächerten Angebote der Studienberatungen beider Hochschulen um einen niederschwelligen, individuell aufsuchenden Ansatz zu ergänzen. Hierzu werden die Projektpartner mit Berufskollegs, Gesamtschulen und Gymnasien der Region Aachen (Städteregion Aachen, Düren, Heinsberg und Euskirchen) kooperieren, um talentierte Schülerinnen und Schülern zu identifizieren und in ihrer Potenzialentwicklung zu fördern. Talentscouts sind dabei vor allem Mutmacher und Wegbegleiter. Sie begleiten die teilnehmenden Schülerinnen und Schülern langfristig im Übergang Schule- Beruf/Studium.

Sigrid Eicken, Universität Stuttgart

Co-Autoren: Tanja Walther

Abstract

TryScience – Erleben. Entdecken. Ausprobieren.
TryScience ist ein spannendes Programm für technisch und naturwissenschaftlich interessierte Schülerinnen und Schüler der Oberstufe. Das Angebot aus Workshops, Studieninfo-Veranstaltungen, geführten Vorlesungsbesuchen und der CampusTour bietet besondere Einblicke in die Vielfalt der MINT-Studiengänge. Selbst experimentieren, Informationen aus erster Hand rund ums Studium und ein persönlicher Austausch mit MINT-Studierenden und Forscherinnen über ihren Studienalltag bzw. ihre Tätigkeit in der Wissenschaft – die ganzjährig angebotenen Veranstaltungen bieten die Möglichkeit, sich passgenau zu den eigenen Interessen zu informieren.

 TryScience Schülerinnen-Mentoring
Das Schülerinnen-Mentoring des Gleichstellungsreferats bietet interessierten Schülerinnen der Oberstufe sehr persönliche Einblicke in ein MINT-Studium und den Studienalltag der Mentorinnen. Unsere Mentorinnen sind engagierte MINT-Studentinnen, die bei regelmäßigen Treffen mit den Mentees ihre eigenen Erfahrungen bei der Studienwahl und aus ihrem Studium weitergeben. Über sechs Monate werden die Tandems oder Trios aus Mentees und Mentorinnen durch ein vielseitiges Rahmenprogramm mit Workshops, Austauschtreffen und einer Unternehmens-Exkursion begleitet.

www.uni-stuttgart.de/tryscience

Katja Lüttcke M.A., Universität Siegen

Co-Autoren: Kathrin Schleiken, Alexandra Roeder, Philipp Schmidt


Abstract
Seit dem Wintersemester 2014/15 ergänzt das Projekt Brücken ins Studium (BisS) das Angebot der Zentralen Studienberatung der Universität Siegen zur Studienorientierung und zum guten Studieneinstieg. Das Projekt bietet Studieninteressierten die Möglichkeit des angeleiteten Kennenlernens und individuellen Erprobens von Studienangeboten und des Studiums als solchem.

Ziele:

  1. Ergebnisoffene Orientierung zur Studierfähigkeit und fachliche Orientierung
  2. Gezielte Vorbereitung und entschleunigter Einstieg in das Bachelorstudium
  3. Gewinnung und Bindung von Studieninteressierten auch jenseits der Region

Grundsätze:

  1. Frühzeitige Ansprache möglichst bereits während der Schulzeit
  2. Entwicklung individueller Curricula zur Studienorientierung
  3. Schnupperstudium bzw. Probesemester in mehreren Studienangeboten

Brücken ins Studium gliedert sich in zwei Projektteile: BisS@school und Vorstudium
BisS@school wendet sich an Schüler bereits ab der Einführungsphase (10. bzw. 11. Klasse).

Das Vorstudium richtete sich an Schulabsolventen jeglichen Alters, die

  1. sich in ihrer Studienwahl unsicher sind,
  2. eine Berufsausbildung (abgebrochen) haben etc.,
  3. ein Praktikum oder einen Freiwilligendienst etc. ableisten,
  4. ein Studienfach oder die Hochschule wechseln möchten,
  5. im Beruf stehen oder sich in einer Familienphase befinden.

Beide Projekteile sind in verschiedene Module untergliedert, die parallel von den Teilnehmern durchlaufen werden.

www.uni-siegen.de/biss

Prof. Dr.-Ing. Stefan Dominico, Frankfurt University of Applied Sciences


Abstract
Seit einigen Jahren bieten wir für unsere Studienanfänger in den ersten beiden Semesterwochen ein sogenanntes „Startprojekt“ an. In Gruppen zu je sechs Personen bearbeiten die Studienanfänger dabei eine technische Aufgabenstellung. Am Ende der zweiten Woche findet ein gemeinsamer Abschlusswettbewerb statt.

Ziel: Verbesserung der Studieneingangsphase, um im Idealfall die Abbrecherquote zu reduzieren.

Benjamin Tolweth, Goethe Universität Frankfurt

Co-Autoren: Lisa Görz


Abstract
Im Rahmen des von dem Bund-Länder-Programm „Qualitätspakt Lehre“ geförderten Projektes „Starker Start ins Studium“ wurde mit der Übung „teacher’s corner“ ein Konzept entwickelt und umgesetzt, das Studienanfängerinnen und -anfänger im Lehramt in Kleingruppen über eine angeleitete Präsentations- und Peer Feedback-Übung auf zentrale Aufgaben und Herausforderungen im Studium und dem späteren Beruf vorbereitet. Dieses Format dient auch der Vorbereitung auf Feedback-Situationen, die einen zentralen Aspekt in den Praxisphasen darstellen. Unterstützt durch die Rückmeldungen seitens der Studierenden, wurde „teacher’s corner“ zu dem Peer Mentoring-Programm „Goethe-Lehrerzimmer“ weiterentwickelt. Die Studierenden haben dort die Möglichkeit, sich in von Mentorinnen und Mentoren begleiteten Kleingruppen über auftretende Herausforderungen in der Eingangsphase auszutauschen und auf kommende Aufgaben im Verlauf des Lehramtsstudiums vorzubereiten. Das Angebot besteht aus mehreren, individuell vereinbarten Präsenzsitzungen und einer begleitenden Online-Plattform. In den Präsenzsitzungen werden Übungen mit inhaltlichem und methodischem Bezug zum Lehramtsstudium durchgeführt und Fragen, die zu Studienbeginn auftreten, besprochen. Über die Online-Plattform werden verschiedene Lernmodule zur selbstregulierten Vertiefung der Inhalte angeboten. Zudem dient die Online-Plattform den Lehramtsstudierenden als Raum zum Austausch und wird über den gesamten Studienverlauf als Peer-Beratungs-Tool zur Verfügung stehen.

Prof. Dr. Günther Kurz, Hochschule Esslingen

Co-Autoren: Jürgen Gilg, AcroTeX (Stuttgart) & Simon Singer, AcroTeX (Berlin)


Abstract
Änderungen im Schul- und Hochschulbereich und die Öffnung neuer Zugangswege zu einem Hochschulstudium haben die Probleme beim Übergang in ein technisches Hochschulstudium nicht gelöst. Die „Brücken zur Physik“ sollen helfen, den als schwierig empfundenen Einstieg in dieses Grundlagenfach zu erleichtern. Die Lernmaterialien decken die Grundlagen zu acht Teilbereichen der Physik ab: Mechanik, Strömungslehre, Schwingungslehre, Wellenlehre, Optik, Wärmelehre, Elektrizität und Magnetismus.

Die angebotenen Lernmaterialien sind für ein (angeleitetes) Selbststudium konzipiert: Ausführlich gehaltene Skripte legen die Grundlagen. Übungsaufgaben mit detaillierten Musterlösungen zeigen die Anwendungen und Tests im Multiple-Choice-Format erlauben die Überprüfung des Lernfortschritts. Kernstück im Lösungsteil sind eingebaute Sprechblasen, die Rollovers einblenden. Es können so zusätzliche Informationen bereitgestellt werden, also Hinweise auf Definitionen, Verweise auf Hintergrundwissen, SI-Einheiten, Umformungen und Visualisierungen in Diagrammen, etc.

Für das physikalische Praktikum gibt es Anleitungen zur Darstellung von Messdaten und ihrer Auswertung, dazu Unterlagen zur Fehlerrechnung mit Beispielen.

Prof. Dr. Günther Kurz, Hochschule Esslingen

Co-Autoren: Ulrich Harten (HAW Mannheim)


Abstract
Peer Instruction (1) ist eine ursprünglich für die Physik-Anfängervorlesung entwickelte didaktische Vorgehensweise. Jeder Vorlesung ist nach dem Konzept Just-in-Time Teaching (2) eine Pflichtlektüre vorgeschaltet. Diese Vorbereitung könnte auch in Deutschland realisiert werden, da Credit-Punkte sich aus dem Arbeitsaufwand der Studierenden bestimmen. In der Vorlesung werden wenige Kernbegriffe behandelt. Über ConcepTest-Fragen im MC-Format zum konzeptionellen Verständnis der zugrunde liegenden Physik wird abgestimmt. Als Kernstück schließt sich eine Diskussionsphase „Überzeuge deinen Nachbarn (Peer) von deiner Lösung“ an. Danach folgt eine zweite Abstimmung. Falls notwendig wird der Kernbegriff vertieft oder zum nächsten übergegangen.

In Absprache mit Eric Mazur wurde sein Buch ins Deutsche übertragen. Es erschien im Herbst 2017 im Springer-Verlag Heidelberg als Buch [ISBN: 978-3-662-54376-4] und in einer elektronischen Version. Es enthält eine Einführung in die Peer Instruction sämtliche ConcepTest Fragen, Prüfungsaufgaben zum konzeptionellen Verständnis und die beiden Tests Force Concept Inventory und Mechanics Baseline Test (beide von D. Hestenes et al.; 1992).

(1) E. Mazur: Peer Instruction – a user’s manual (1997). Upper Saddle River, NJ: Prentice Hall.

(2) G. Novak, A. Gavrin, E. Patterson, W. Christian (1999): Just in Time Teaching: Blending active learning with Web Technology; Upper Saddle River, NJ: Prentice Hall.

Judith Mischnat, Ruhr-Universität Bochum

Co-Autoren: Frank Wistuba


Abstract
Der Studiport (www.studiport.de) ist ein gemeinsames Angebot der öffentlich-rechtlichen Universitäten und Fachhochschulen des Landes NRW und des Landesministeriums für Kultur und Wissenschaft. Das Portal unterstützt Studienanfängerinnen und Studienanfänger bei ihrem Studienstart. Es bietet zeit- und ortsunabhängige Lernformate, mit denen die Nutzerinnen und Nutzer flexibel und passgenau zum individuellen Kenntnisstand fehlendes Schulwissen oder relevante Arbeits- und Lerntechniken erwerben bzw. vorhandene Kenntnisse vertiefen können.

Aktuell bietet das Portal Online-Kurse zu den Bereichen „Mathematik“ sowie „Sprach- und Textverständnis“ an. Neben der weiteren mediendidaktischen Aufbereitung bestehender Inhalte sind umfangreiche Weiterentwicklungen vorgesehen. Dazu gehören sowohl Wissenstests zu Mathematik – insbesondere für die Fächer Wirtschaftswissenschaften, Informatik, Naturwissenschaften, Technik – und zu Sprach- und Textverständnis als auch ein studiengangübergreifender Selbsteinschätzungstest sowie Angebote zu Physik und Lernstrategien.

Die digitalen Kurse und Tests des Studiports sind als Ergänzung zu den hochschuleigenen Angeboten zu verstehen, sodass sie mit den Lehr- und Beratungsangeboten verzahnt werden sollen. Dazu werden verschiedene Einsatzszenarien mit den NRW-Hochschulen diskutiert.

Barbara Meier, Hochschule Offenburg

Abstract
Das Einstiegssemester startING bietet Erstsemestern die Möglichkeit, sich innerhalb der Ingenieursstudiengänge umfassend zu orientieren, bevor die Entscheidung für ein Studienfach getroffen wird.

Zu den Angeboten gehören u.a. zahlreiche Laborversuche, die ein ganz praktisches Verständnis für das jeweilige Berufsbild vermitteln sollen.

Dass die Fakultäten und Laborverantwortlichen unterschiedliche Anforderungen und Erwartungen an die Vor- und Nachbereitung dieser Labortermine haben (anspruchsvoll bis keine), sorgte in der Vergangenheit bei den Neu-Studierenden für Irritationen und verführte zu einer eher unverbindlichen Vorbereitungskultur.

Vorgestellt wird die Einführung einer verpflichtenden Laborvorbereitung im Blended Learning – Format, die nach erfolgreicher Pilotphase im SS 2017 auf alle Laborversuche dieses Einstiegssemesters ausgeweitet wurde.

Die Absicherung der laborübergreifenden Grundlagen über Einstiegstests und Übungsmaterial, die verpflichtende individuelle Laborvorbereitung sowie eine stärkere Standardisierung der abschließenden Laborberichte wurde im Testlauf sowohl von Studierenden als auch von Laborverantwortlichen positiv bewertet. Im Zuge der Laborvorbereitung werden explizit Grundzüge des wissenschaftlichen Arbeitens eingeführt und kommuniziert.

Bettina Wehinger-Roth, Hochschule Reutlingen

Abstract
Die Hochschule Reutlingen hat in der Förderlinie „Strukturmodelle in der Studieneingangsphase“ das Projekt „start your studies!“ mit Angeboten für Studienanfängerinnen und -anfänger konzipiert. Die Angebote sind für alle offen, durch sie sollen Lücken geschlossen und Potentiale gefördert werden. Hauptfokus ist, dass Studienanfängerinnen und –anfänger motiviert werden, ihr Studium erfolgreich zu meistern. Schon nach kurzer Projektlaufzeit zeigt sich eine Steigerung der Übergangsquoten aus der Studieneingangsphase in höhere Semester. Das Projekt ist hochschulzentral implementiert, qualitätsgesichert und in alle Fakultäten vernetzt. Die Maßnahmen lassen sich unter Orientierung und Beratung, Qualifizierung und Förderung subsummieren. Neben der Analyse und Verbesserung der Kommunikation mit Studieninteressierten und Studierenden, dem Monitoring des Studienverlaufs und der Verbesserung der Studienberatung geht es um die praktische Vermittlung von Kompetenzen. Neue Formate, wie zum Beispiel die semesterbegleitende Mathewerkstatt oder die Lern- & Schreibberatung werden erprobt und weiterentwickelt. Der Vorteil des Konzeptes liegt in der Skalierbarkeit. Durch die Kombination mit Onlinetools sind eine nachhaltige Verankerung und eine finanziell tragbare Umsetzung möglich.

Dr. Iris-Niki Nikolopoulus, Zeppelin Universität Friedrichshafen

Co-Autoren: Dr. Christian Zettl

Abstract
Das „Zeppelin-Projekt“ ist ein interdisziplinär angelegtes Pflichtmodul im 1. und 2. Semester aller BA-Studiengänge der Zeppelin Universität (ZU). Im Rahmen dieses Moduls müssen die Studierenden in Gruppen eine Forschungsfrage entwickeln und diese durch die Anwendung von Theorien und wissenschaftlichen Methoden bearbeiten. Bei der Konzeption und Durchführung des Forschungsvorhabens werden die Studierenden durch Dozenten in mehreren Einführungsveranstaltungen und Methodenworkshops begleitet. Jede Gruppe wird zudem von einem wissenschaftlichen Betreuer intensiv unterstützt.

Einführungsveranstaltungen erhalten alle Studierende – zum jeweiligen vorgegebenen Oberthema des „Zeppelin-Projekts“ – Input aus politik-, wirtschafts-, kommunikations-, kulturwissenschaftlicher und soziologischer Perspektive. Im Rahmen ihres Forschungsprojekts können die Studierenden, in Absprache mit dem Betreuer, frei entscheiden, ob sie sich ihrem Thema lediglich aus einer dieser fachlichen Perspektiven annähern wollen oder aus mehreren.

Das Resümee aus der sechsjährigen Erfahrung der ZU im Bereich des forschenden Lehrens & Lernens in der Studieneingangsphase lautet: Der hohe Aufwand sowohl für die Studierenden als auch für die Dozierenden zahlt sich eventuell nicht unmittelbar aus. Die positiven Effekte auf das selbstständige wissenschaftliche Arbeiten und die bewusste Gestaltung des weiteren Studiums durch die Studierenden lassen sich tatsächlich erst im Verlauf des weiteren Studiums ausmachen.

Prof. Dr. Bernd Zegowitz, Goethe-Universität Frankfurt

Abstract
Der Fachbereich 10 bietet jeweils im Wintersemester einen zweiwöchigen Vorbereitungskurs an, um Studierenden der Anglistik, Amerikanistik, Germanistik, Romanistik und Skandinavistik den Start ins Studium zu erleichtern. Die Blockveranstaltung richtet sich an Studierende, die aus dem Ausland kommend an der Goethe-Universität Frankfurt studieren wollen und oft auch schon eine Reihe von Studien- und Prüfungsleistungen in ihren Herkunftsländern erworben haben.

Am Beispiel von Themen und Fragestellungen, die für das literaturwissenschaftliche Studium relevant sind, werden fachwissenschaftliche und methodische Kernkompetenzen sowie Sprachkenntnisse vermittelt und vertieft. Der Kurs dient damit nicht nur der Auffrischung und Erweiterung literaturwissenschaftlicher Grundkenntnisse sowie der Vermittlung wissenschaftlicher Arbeitstechniken, sondern auch der Flexibilität in Bezug auf Schreib- und Redeanforderungen und sieht sich darüber hinaus allgemein als Trainingsfeld für den Einstieg in ein erfolgreiches Studium.

Vera Richert M.A., FH Aachen

Co-Autoren: Maike Sube

Abstract
Im Kooperationsprojekt „Guter Studienstart im Ingenieurbereich“ von FH und RWTH Aachen erhalten angehende Studierende eine umfangreiche Hochschul- und Fächerorientierung. Ziel ist auch eine Senkung der Abbrecherquote. Teilnehmende des Projekts erhalten im Sommersemester – vor Beginn des regulären Studiums, das nur zum Wintersemester aufgenommen werden kann – realistische Einblicke in verschiedene ingenieurwissenschaftliche Studiengänge und die beiden Hochschulformen. Dazu werden reguläre Module aus den jeweiligen Fächern und auch genau auf das Projekt zugeschnittene Veranstaltungen angeboten. Für die meisten Module gibt es am Semesterende eine Prüfungsmöglichkeit, deren Leistungspunkte in späteren Studiengängen angerechnet werden können, ohne dass eventuelle Fehlversuche gezählt werden. Somit erhalten Studieninteressierte mehr Zeit und mehr Sicherheit für ihre Studienentscheidung.

Alexander Schmitt, Technische Universität Hamburg

Co-Autoren: Prof. Dr. Sönke Knutzen, Dr. Henning Klaffke

Abstract
Im Rahmen des Anstiegs der Studierendenzahlen sehen sich Hochschulen einer heterogenen Studierendenschaft gegenüber. Neben einer Betrachtung sozialer Kategorien, muss auch die Betrachtung der individuellen Verschiedenheit hinsichtlich Fachinteresse, Lernstil oder Studiensituation in die Gestaltung hochschuldidaktischer Maßnahmen einfließen. Doch diese Vielfalt an Diversität kann in der Regelstudienzeit in den o.g. Faktoren nicht ausreichend berücksichtigt werden. Vielmehr muss die Regelstudienzeit als Planungsgröße verstanden werden, die es auf Grundlage persönlicher Rahmenbedingungen und Ziele inhaltlich und organisatorisch zu strukturieren gilt. Hierbei stoßen Studierende immer wieder auf Probleme, insofern sie die Planung über ein bis zwei Jahre im Voraus oder das Finden einer Orientierung innerhalb des Curriculums als Belastung empfinden. Der mytrack als Maßnahme unterstützt die Studierenden der TUHH, wie in der Gemeinsamen Erklärung von KMK und HRK noch einmal thematisiert, bei der Wahrnehmung individueller Studienverläufe und der gezielten Förderung individueller Lernbiografien.

Dieser Beitrag soll den Ansatz, Angebote und Ergebnisse des mytrack an der Technischen Universität Hamburg darstellen, in dessen Rahmen den Studierenden durch die Bereitstellung und zielgerichtete Empfehlung individueller Förderangebote in der Studieneingangsphase eine bessere Orientierung und eine Erleichterung des Studieneinstiegs ermöglicht werden.

Martina Ripplinger, Goethe-Universität Frankfurt

Co-Autoren: Merle Becker

Abstract
Das im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Qualitätspakt Lehre“ geförderte Projekt „Starker Start ins Studium“ der Goethe-Universität Frankfurt (GU) wird durch eine weitere Service Learning-Komponente im Lehramtsstudium erweitert – in Zusammenarbeit mit der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, der Stadt Frankfurt sowie Academic Experience Worldwide e.V. Bereits zu Beginn des Lehramtsstudiums besteht die Chance für Lehramtsstudierende, gemeinsam mit geflüchteten Lehrkräften an kooperierenden Schulen, Schülerinnen und Schüler mit Migrations- und Fluchterfahrung im Schulalltag zweisemestrig zu unterstützen. Die so entstandenen Tandems zwischen Lehramtsstudierenden und bereits mit Berufserfahrung ausgestatteten Partnerinnen und Partner dienen sowohl dem Wissenstransfer über den konkreten schulischen Alltag mit seinen Problemstellungen an deutschen Schulen als auch dem Abbau kultureller und sprachlicher Barrieren. Begleitend dazu bietet die Goethe-Universität den Studierenden ein ins Studium integriertes Seminar zur Reflexion ihrer schulischen Tätigkeit an. Zur Vorbereitung auf das Jahr in den Schulen ist der Besuch einer Summer School an der GU vorgesehen. Für die geflüchteten Lehrkräfte eröffnet das Programm zudem die Möglichkeit, ihre berufliche Integration durch eine wöchentlich stattfindende Lehrtätigkeit in einer Sprach- und Integrationsklasse zu forcieren sowie Deutschkurse und Fortbildungen der GU zu besuchen.

Wenke Seemann, Technische Universität Berlin

Co-Autoren: Jessica Kiefl

Abstract
Als Teilprojekt des Hochschulpakt III /Qualitätspakt Lehre (QPL) ist das Orientierungsstudium MINTgrün im Wintersemester 2012/13 an der Technischen Universität zu Berlin gestartet. Es bietet mittlerweile dem 6. Jahrgang von Studierenden die Möglichkeit, Studieninhalte, Leistungsanforderungen und Studienalltag der MINT-Fächer an der TU Berlin kennenzulernen und auf Grundlage dieser Erfahrung, eine fundierte Entscheidung über ihre Studienfachwahl zu treffen.

Das Poster präsentiert eine empirische Perspektive auf fünf Jahre Orientierungsstudium MINTgrün:

  • WER studiert MINTgrün (u.a. Alter, Hochschulzugangsberechtigung, Herkunft)?
  • WARUM entscheiden sich die Studienanfängerinnen und – anfänger anstelle eines regulären Bachelorstudiums für das Orientierungsstudium (Motivation und Erwartungen)?
  • WIE wird in der Orientierungsphase studiert (Studienaktivität, ECTS)?

Im Rahmen der QPL Qualitätssicherung und Evaluation haben wir dafür die Studierenden- und Prüfungsdaten aller MINTgrün-Kohorten sowie Befragungsdaten ausgewertet und in Form von Infografiken aufbereitet. Das Poster ergänzt den Poster-Beitrag von Christian Schröder: „Das Orientierungsstudium MINTgrün an der Technischen Universität Berlin“.

Dipl.-Ing. Gisela Suehr, Fachhochschule Kiel

Abstract
startIng! basiert auf dem Grundkonzept der Veranstaltung Einführung in den Maschinenbau, welche 1998 an der TU Darmstadt entwickelt wurde. 2006 wurde das Konzept an der FH Kiel auf deren spezielle Gegebenheiten adaptiert. Das Erstsemesterprojekt startIng! an der Fachhochschule Kiel ist eine einwöchige Berufssimulation des Ingenieurberufs, die Erstsemesterstudierende aus den Fachbereichen Maschinenwesen und Informatik & Elektrotechnik nach ca. sieben Wochen Lehrbetrieb freiwillig durchlaufen.

Durch die Bearbeitung einer realen Problemstellung aus der freien Wirtschaft erfahren Studierende im Team unter Konkurrenz- und Zeitdruck, worauf es im Ingenieurberuf ankommt und warum das Aneignen von theoretischen Inhalten erforderlich ist. Nach der einwöchigen Simulation präsentieren die teilnehmenden Teams ihre Ergebnisse vor ihren Kommilitoninnen und Kommilitonen sowie Vertretern aus Politik und Wirtschaft.

Das Projektkonzept soll zur gezielten Kompetenzförderung bereits in der Studieneingangsphase beitragen. Es werden fachintegriert u.a. personale Kompetenzen gestärkt, die den Studierenden helfen, sich innerhalb der Hochschule, in ihrem Studium und für das spätere Berufsleben zu orientieren.

Mit dem Projekt startIng! wird den Studierenden ermöglicht, Einblicke in die Berufswelt der Ingenieurinnen und Ingenieuren zu erlangen. Es bietet den Studierenden die Möglichkeit, sich dahingehend zu prüfen, ob dieses Berufsfeld passend für sie ist.

Prof. Dr. Eva Decker, Hochschule Offenburg

Co-Autor: Barbara Meier

Abstract
Das Poster bietet ergänzende Informationen zum Vortrag „Mathe-App und Physik-App im Übergang Schule-Studium“ sowie die Gelegenheit, die App auszuprobieren.

Tipps und Hilfen per Mathe-App mit Smartphone oder Tablet – dieses Konzept nutzt die Hochschule Offenburg in ihren Brückenkursen, um trotz hoher Heterogenität Durchhaltevermögen und Aktivierung in der Breite zu fördern. Im Projekt wurde ein Paket „Vorbereitungskurs“ mit 600 Aufgaben zu den Themen des COSH (Cooperation Schule-Hochschule)-Mindestanforderungskatalogs Mathematik erstellt und mit umfangreichen Schritt-für-Schritt-Tipps und Theorie in leicht verständlicher Sprache in die Mathe-App TeachMatics integriert. Der Download erfolgt unkompliziert über die App-Stores. Die App lässt sich flexibel mit klassischen Lehrmethoden kombinieren, denn nach wie vor entstehen auf Basis von generierbaren Übungsblättern handschriftliche Lösungswege.

Die Einbettung der App in die Präsenzvorkurse wurde seit 2013 mit über 3000 Studierenden durchgeführt, umfangreich evaluiert und auch von anderen Hochschulen eingesetzt. Über mehrere Jahre zeigt sich eine stabile, sehr positive Bewertung des selbstregulierten Lernens mit App-Hilfe. Über 95 % würden die Mathe-App weiterempfehlen. Auf Wunsch wurde das App-Konzept auf die Physik-Brückenkurse ausgedehnt. Zudem finden seit 2014 Projekte zum Einsatz der Mathe-App in Schulen statt, bei denen mittlerweile mehr als 500 Schülerinnen und Schüler beteiligt waren. Aktuellste Weiterführung des Konzeptes ist ein digitaler Vorkurs, bei dem die Inputphasen in videogestützten Lerneinheiten inklusive Mitmach-Skript angeboten werden und das aktive Üben ebenfalls mit Hilfe der Mathe-App erfolgt.

Prof. Dr. Eva Decker, Hochschule Offenburg

Abstract
Im Übergang Schule-Studium ist es eine große Herausforderung, in einer 90-minütigen Vorlesung nicht „abgehängt“ zu werden bzw. die vielen Ergebnisse strukturiert zu sichern. Vorlesungsmitschriebe sind sehr oft unvollständig, unstrukturiert oder „zerfleddert“.

Präsentationsmedien der Dozenten beeinflussen wesentlich, wie eine Vorlesung dirigiert wird: Bei einem reinem Tafelanschrieb sind viele im Mitschreib-Marathon gefangen: „Ich kann nicht gleichzeitig schreiben, zuhören, denken“. Wird umgekehrt „eh nur die PPT vorgelesen“, dient dies oft als Argument, ganz fern zu bleiben. Zwar sind ein Wechsel der Medien und ein Einfügen aktivierender Elemente Leitgedanken, um die Aufmerksamkeit der Hörer zu halten. Beide verstärken aber oft ein Zerfleddern der Unterlagen. Welches Potential bietet Tablet-gestützte Lehre bzgl. dieser Herausforderungen?

Es wird ein praktischer Ansatz gezeigt, Mathematik-Vorlesungen über ein Tablet-basiertes Mitmach-Skript zu gestalten. Es dient sowohl zur Präsentation als auch zum Mitschreiben. Es leitet in der Vorlesung kontinuierlich zu einer strukturierten Ergebnissicherung an und gestaltet gleichzeitig effizient aktivierende Verarbeitungsphasen. Der Tablet-Ansatz kombiniert die didaktischen Vorteile von handschriftlichem An-/Mitschreiben (wie per Tafel) und von vorstrukturierten Folien (wie z.B. PPT). Über Präsenzvorlesungen hinaus kann das Tablet-Skript auch bei Virtual Classroom oder Video-gestützte Lehre eine strukturierte Ergebnissicherung fördern.

Magdalena Zomerfeld, Ruhr-Universität Bochum

Abstract
Mit der „Jungen Uni“ verfolgt die Ruhr-Universität Bochum ein mehrstufiges, aufeinander aufbauendes Konzept zur Förderung und fundierten Vorbereitung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf ein Studium. Von der Grundschule bis zum Abitur werden Schülerinnen und Schüler kontinuierlich eingeladen, an die Universität zu kommen. Die einzelnen Projekte informieren die Schülerinnen und Schüler umfassend, aktuell und verständlich und beziehen sie in den Hochschulalltag mit ein. Die Teilnehmer haben die Chance, die Uni hautnah kennenzulernen, zu experimentieren, forschend zu lernen oder Vorlesungen und Seminare zu besuchen und außerdem mit Studierenden, Lehrenden, Professorinnen und Professoren in Kontakt zu kommen. Damit hilft die „Junge Uni“ bereits frühzeitig, sich für die Zukunft zu orientieren.

Franziska Lach M.A., Technische Universität Darmstadt

Abstract
Ein praktisches Beispiel eines studentischen Mentorings im Brückenkonzept der TU Darmstadt ist das Gruppen-Mentoring „Heute Schülerin – morgen Studentin“. Ziel des Programms ist es, Schülerinnen der 10. bis 13. Klasse auf dem Weg in ein MINT-Studium an der TU Darmstadt zu unterstützen und einen praktischen Einblick in den Wunschstudiengang sowie die Universität zu ermöglichen. Die Kernstruktur des Programmes bilden studentische Mentorinnen aus MINT-Studiengängen, die als direkte Ansprechperson je eine Mentee-Gruppe (2-5 Schülerinnen) anleiten und Einblick in den Universitätsalltag vermitteln. So können sich im Laufe der dreimonatigen Programmphase wertvolle Netzwerkstrukturen zwischen Gleichgesinnten und erfahrenen Studierenden etablieren, Erfahrungen, Fragestellungen und Erkenntnisse ausgetauscht sowie die eigene Entscheidung gestärkt werden, das passende Studium zu finden. Abgerundet wird das Programm von Angeboten wie einem Praxistag in einem großen Unternehmen, über den ein Einblick und die Vorstellung davon ermöglicht wird, wie Karriere-Wege nach dem Studium aussehen können. Darüber hinaus werden alle Teilnehmerinnen im Zuge des Programms zu einem Networking Treffen eingeladen, über das auch der Schulterblick zu anderen alternativen MINT-Studiengängen gewährleistet wird und damit mögliche MINT-Alternativen aufgezeigt werden, die in der späteren Studienwahl berücksichtigt werden können und die eigenen Studienwahl bestärken sollen.

Rainer Koß, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Co-Autoren: Dr. Jürgen Liedtke

Abstract
Am KIT besuchen Studierende des Lehramts im Fach Mathematik die Veranstaltung Analysis 1. Sie wird von einem Dozenten der Fakultät für Mathematik im Umfang von 4+2 SWS angeboten.

Im WS 2017/18 wird nun erstmalig ein begleitender MINT-Kurs zur Analysis 1 angeboten. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Studierenden die Vorlesung und die Übung der Fakultät besuchen und dort bereits ein Minimum an Fachinhalten aufschnappen. Der begleitende MINT-Kurs wurde von den MINT-Dozenten deshalb als „Quasi-Inverted Classroom“-Veranstaltung konzipiert. Vorausgesetzt wird dabei, dass die Studierenden durch Lesen ihrer Mitschrift oder eines entsprechenden Fachbuchabschnitts den MINT-Kurs mit Fragen zu den Fachinhalten besuchen werden, welche von den MINT-Dozenten aufgegriffen werden, um miteinander über Mathematik zu reden. Darüber hinaus sollen Rechentechniken geübt und insbesondere elementare Beweistechniken verstanden werden. Die Konzeption des MINT-Kurses zur Analysis 1 zielt dabei bereits auf die spätere berufliche Tätigkeit der Lehramtsstudierenden und fokussiert grundlegende Ideen, Strukturen und Beweistechniken der Analysis 1.

Das Poster visualisiert die Methode des „Quasi-Inverted Classroom“, zeigt deren Vor- und Nachteile auf und bündelt die gesammelten Erfahrungen.

Maike Kirch, Technische Universität Darmstadt

Co-Autoren: Nele Peisker-Hein M.Sc. (KI²VA Brückenkonzept, Projektkoordination), Dipl. Psych. Sabine General (HDA, Mitarbeiterin), Christine Preuß (KI²VA Brückenkonzept, Projektleitung)

Abstract
An der TU Darmstadt existiert eine große Vielfalt an fachbereichsspezifisch ausgerichteten Angebotsformaten für Studierende. Die Programme unterscheiden sich u.a. hinsichtlich ihrer Wahlkomponente, ihrer temporären Komponente, und ihrer curricularen Verankerung. Alle studentischen Mentorinnen und Mentoren erhalten dafür eine didaktische Ausbildung und werden im Fachbereich oder durch die Hochschuldidaktische Arbeitsstelle (HDA) qualifiziert. Dieser Qualitätsstandard ist eine der Besonderheiten der TU Darmstadt. Außerdem arbeiten im Kreis Mentoring der HDA regelmäßig Verantwortliche von bestehenden Mentoring-Programmen interdisziplinär an der Weiterentwicklung der Konzepte.

Das Projekt „KI²VA Brückenkonzept“ der TU Darmstadt, welches den Übergang Schule-Universität zum Thema hat, veranschaulicht im Poster die Chancen und Grenzen der Diversität der Mentoring-Konzepte im Brückenbereich und zeigt Möglichkeiten der Systematisierung zukünftiger Entwicklungen auf. Die denkbare Bündelung der Qualifikation des studentischen Mentorings und deren Ausweitung auf weitere Fachbereiche ist von besonderer Relevanz, da das Brückenkonzept einen einheitlichen Auftritt der TU im Studieneingangsbereich fokussiert. Dabei wird die Frage aufgeworfen, wie innerhalb der Diversität von Angeboten ein qualitativer Standard gehalten werden kann.

Als besonderes MINT – Mentoring Konzept wird als ergänzendes Poster das Gruppen-Mentoring für Schülerinnen vorgestellt.

Dr. Anke Marks, Ruhr-Universität Bochum

Co-Autoren: Judith Mischnat, Jasmin vom Brocke, Isabella Winkler

Abstract
„RUBChoice“ ist ein Online-Portal, das Studieninteressierte mit Hilfe verschiedener multimedialer Tools bei der Vorbereitung auf ein Studium an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und dem Start ins Studium unterstützt. Interaktiv werden die Studieninteressierten umfassend über Inhalte, Abläufe und Besonderheiten des Studiums in Bochum informiert sowie angeleitet, ihre Erwartungen und Vorkenntnisse zu reflektieren und gegebenenfalls vorhandene Wissenslücken zu schließen. Dies erfolgt durch speziell für ausgewählte RUB-Studiengänge entwickelte Instrumente zum Testen (Online-Self-Assessments) und Lernen (propädeutische Lerneinheiten). Ziel der Tools ist, ein möglichst realistisches Bild des jeweiligen Studiengangs zu zeigen.

Die Online-Self-Assessments und propädeutischen Lerneinheiten wurden an der RUB zuerst für verschiedene Bachelorstudiengänge entwickelt (www.rub.de/rubcheck und www.rub.de/rubbruecke) und sind seit mehreren Jahren erfolgreich im Einsatz.

Aktuell erfolgen konzeptionelle Erweiterungen und Anpassungen der Online-Angebotsformate mit Bezug auf den Einstieg in das Masterstudium. Im Fokus stehen Masterstudiengänge mit interdisziplinärer Ausrichtung, die nicht konsekutiv an einen bestimmten Bachelorstudiengang anschließen. Dadurch sollen auch Studieninteressierte anderer Hochschulen aus dem In- und Ausland berücksichtigt werden, die ihren Weg an die RUB finden.

Als besonderes MINT – Mentoring Konzept wird als ergänzendes Poster das Gruppen-Mentoring für Schülerinnen vorgestellt.

Dipl.-Päd. Sibylle Basten, Hochschule Darmstadt

Co-Autoren: Cornelia Appel-Walter, Franziska Reichenbach

Abstract
Im Auftrag des hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst führen drei hessische Hochschulen für angewandte Wissenschaften – Hochschule Darmstadt, Hochschule Fulda, Technische Hochschule Mittelhessen – ein gemeinsames Pilotprojekt durch: Die Entwicklung einer gestreckten Studienvariante in elektrotechnischen und informationstechnischen Studiengängen zur Individualisierung der Studieneingangsphase.

Das Projekt zeichnet sich durch ein hohes Maß an Partizipation aller Projektbeteiligten aus. Eine projektbegleitende formative Evaluation zeigt schon während der Projektlaufzeit Optimierungspotenziale auf und liefert darüber hinaus Daten für die Wirksamkeitsmessung am Ende des Projekts.

Hierfür wurde eine übergreifende Projektkoordinationsstelle eingerichtet. Diese Aufgabe hat die Hochschule Darmstadt übernommen. Hier wird sowohl der Wissenstransfer und der Erkenntnisaustausch zwischen den beteiligten Hochschulen koordiniert als auch die hochschulübergreifende, umfassende Begleitforschung zur Wirksamkeitsmessung entwickelt und durchführt.

In unserem Vortrag möchten wir das partizipative Projektdesign sowie das Evaluationsdesign unseres Projekts näher vorstellen. Was hat Wissenstransfer mit Partizipation zu tun? Wie können betroffene Stakeholder frühzeitig und kontinuierlich mit einbezogen werden? Wie kann eine hochschulübergreifende Begleitforschung partizipativ angelegt und durchgeführt werden? Was sind mögliche Stolpersteine?

Anna Hoffmann, Ruhr-Universität Bochum

Co-Autoren: Theresa Witt

Abstract
Ein ingenieurwissenschaftliches Studium bietet zahlreiche spannende Übergangsphasen und Studienverläufe, die so vielfältig sind, wie die Studierenden selbst. Auf den Studieneinstieg mit ersten Praxisbezügen folgen studienbezogene Auslandsaufenthalte und schließlich der Berufseinstieg und/oder die Ingenieurpromotion. Innerhalb des Student LifeCycle zielt das Verbundprojekt ELLI (Exzellentes Lehren und Lernen in den Ingenieurwissenschaften) darauf ab, diese Übergänge und vielfältigen Studienverläufe im Zusammenspiel von Lehren und Lernen unterstützend zu begleiten und nachhaltig zu verbessern. ELLI ist ein Verbundprojekt der RWTH Aachen University, der Technischen Universität Dortmund und der Ruhr-Universität Bochum und wird seit 2011 durch das BMBF im Qualitätspakt Lehre gefördert.

Die Studieneingangsphase umfasst bekannte sowie neue Wege in die Universität. Bisher erhält der Technikunterricht nur wenig Eingang in die deutsche Schulbildung. Deshalb sind Hochschulangebote wie die interaktive Plattform ALLES ING! (www.ing.rub.de) ein wichtiges Instrument, um technische Aufgabenstellungen und Inhalte in den Lehralltag und somit auch in das Sichtfeld der Schülerinnen und Schüler zu bringen.

Das Poster zeigt zwei am Standort Bochum erfolgte Praxisangebote:

  • Tagespraktika als Berufsfelderkundung für die 8. Klasse im Rahmen der NRW-Initiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“
  • zweiwöchige Schulpraktika in der 11. Klasse, welche die technischen Berufe der Werkstatt und die Wissenschaft beinhalten.

Lucile Pineau, Hochschule Darmstadt

Co-Autoren: Sibylle Basten

Abstract
Das Orientierungsstudium an der Hochschule Darmstadt ist ein Projekt, dessen Entwicklungsphase im Januar 2016 begonnen hat. Die Studierenden entscheiden sich innerhalb des Orientierungsstudiums für einen Fächercluster (MINT, Geisteswissenschaften), in dem sie z.B. durch Praxisprojekte einen vertieften Einblick in die jeweiligen Fächer erhalten können. Diese Schwerpunktsetzung soll bei der späteren Studienauswahl helfen.

Das Konzept des Orientierungsstudiums basiert auf einem 4-Komponenten-Modell:

Regelveranstaltungen

  • Realistischer Einblick in das Studium und seine Studienorganisation
  • Integriert in die Komponente der Regelveranstaltungen ist die Mathe-Sonderveranstaltung für Studierende des MINT-Clusters.

Praxisprojekt

  • Praktische Anwendung theoretischer Inhalte
  • Interdisziplinärer Austausch zwischen den Gruppen

Tutoring & Mentoring

  • Erwerb von Methodenkompetenzen und Stärkung des Grundlagenwissens
  • Individuelle Förderung und Beratung zum Studieneinstieg und zur Studienwahl

Ring-Vorlesungen

  • Breiter Überblick über die Anforderungen und Inhalte der Studiengänge/Fachbereiche

Die h_da sowie die Universität Kassel und die Goethe Universität Frankfurt sind gerade in Verhandlung mit dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst bezüglich der Rahmenbedingungen der jeweiligen Orientierungsstudium-Projekte. Mit dem Poster werden die Entscheidungen bezüglich der Rahmenbedingungen dargestellt.

Dipl.-Biol. Diana Tangen, Karlsruher Institut für Technologie

Co-Autoren: Eliane Dominok

Abstract
Ziel des Onlinekurses ist es, Studierenden das Thema Informationskompetenz möglichst facettenreich zu vermitteln, um gleichzeitig mit praxisnahen Beispielen und Hinweisen konkrete Anleitung für die Abschlussarbeit zu geben. Studierende sind daraufhin in der Lage, eigenständig Quellen strukturiert aufzufinden, zu bewerten und mit ihnen korrekt wissenschaftlich umzugehen.

Britta Hoffmann, Karlsruher Institut für Technologie

Co-Autoren: Sabrina Golz, Simone Löffler

Abstract
Die Peer-Mentoring-Schulung des House of Competence (HOC) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) zielt auf die Qualifizierung von studentischen Mentorinnen und Mentoren im Rahmen der Programmlinie Strukturmodelle in der Studieneingangsphase am KIT ab. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden dazu befähigt, Studienanfängerinnen und Studienanfänger fachadäquat zu begleiten, beim Eintritt in den neuen Lebensabschnitt zu unterstützen und sie mit entsprechenden Informationen zu versorgen, die inhaltliche und organisatorische Relevanz in Bezug auf den Studieneinstieg aufweisen.

Ein besonderes Augenmerk liegt hierbei auf den fachkulturellen Besonderheiten der verschiedenen KIT-Fakultäten und den entsprechenden Studiengängen. Ziel ist ein passgenaues Schulungskonzept, das auf die Bedarfe der Erstsemesterstudierenden des jeweiligen Fachbereichs zugeschnitten ist. Bis zum Ende der Projektlaufzeit im Wintersemester 2020 sind drei Durchläufe der Schulungen geplant, welche im Rahmen einer Evaluation eine Optimierungs- und Finalisierungsphase des Schulungskonzeptes beinhalten.

Katharina Föste, Universität Hamburg

Co-Autoren: Toni Gunner

Abstract
Wie können bei der Konzeption von Self-Assessments und Selbsttests auch komplexe Wünsche und Ideen zeitnah, effizient und nutzerorientiert umgesetzt werden? Im Universitätskolleg der Universität Hamburg arbeitet das Team Selbsteinschätzung mit agilem Projektmanagement nach Scrum: Für jede Selbsteinschätzung wird ein Prototyp erstellt, der sich an den vom Stakeholder gewünschten Konzept, der Dimension und den potenziellen Inhalten ausrichtet. Die Entwicklung erfolgt inkrementell: In regelmäßigen Intervallen von jeweils vier Wochen (Sprints) plant das Team sein nächstes Ziel, setzt die dafür ausgewählten Anforderungen um und stellt diese zum Abschluss eines Sprints in Review-Meetings den Stakeholdern als funktionsfähige Teilergebnisse vor. Die Stakeholder geben in diesen Meetings Feedback und können neue Anforderungen formulieren oder Änderungswünsche äußern. Das Feedback fließt dann in die folgende Entwicklungsphase ein. Durch dieses iterative Vorgehen mit Feedback-Schleifen sind die Auftraggebenden aktiv in die Entwicklung eingebunden.

Hannah Prediger, Hochschule Aschaffenburg

Abstract
Die Studieneingangsphase ist die wichtigste Phase im Studium. Sie bildet die Basis auf der alle weiteren Phasen aufgebaut werden.

Darum hat sich die Hochschule Aschaffenburg sich zum Ziel gesetzt, besonders vor und in diesem Zeitraum Studierende durch verschiedene Angebote wie Vorkurse, Tutorien und Wiederholungskurse zu unterstützen.

Eigene Statistiken sagen aus, dass gerade in der Studieneingangsphase die Abbrecherquote und die Anzahl der Studierenden, welche nicht an einer Prüfung teilnehmen, wesentlich höher sind als zu einem späteren Zeitraum.

Dies möchte die Hochschule Aschaffenburg mit dem Projekt MINTzE III und dem dazugehörigen Unterstützungsprogramm ändern.

Sanah König, Universität Stuttgart

Co-Autoren: Daniel Dizdarevic, M.Sc., Dr. Gisela B. Fritz, Dr. Torsten Frohwein, Gitte Lindmaier, M.A.

Abstract
Den typischen Studienanfänger gibt es nicht. Jeder Studierende erlebt den Übergang ins Studium anders, muss sich erst neu orientieren und hat seine eigenen Herausforderungen zu bewältigen. Gerade in dieser Anfangsphase können vorschnell getroffene oder fehlerhafte Entscheidungen den Studienfortschritt verzögern oder gar den Studienerfolg mindern.

Genau hier greift das Projekt Studienlotsen mit individuellen und flexiblen Hilfestellungen ein. Als Teil des „Qualitätspakt Lehre – Individualität und Kooperation im Stuttgarter Studium“ (QuaLIKiSS) stellt es als aktives Studienverlaufsmonitoring eine Art Frühwarnsystem für Studierende mit potentiell kritischen Studienverläufen dar. Diese werden durch studiengangsspezifische Kriterien identifiziert und mittels eines Briefes unverbindlich zu einem Erstgespräch eingeladen. In diesen Gesprächen werden Problemursachen und -lösungen ermittelt sowie weiterführende Beratungs- und Hilfsangebote aufgezeigt. Die sich hieraus ergebenden Erkenntnisse sowie mögliche strukturelle Probleme werden an die einzelnen Fakultäten rückgemeldet und erlauben so eine Sicherung und Verbesserung der Lehrqualität und der Studienbedingungen an der Universität Stuttgart.

Neben einer möglichen Erstanlaufstelle für Fragen und Probleme aller Art stellen die Studienlotsen eine studierendennahe Ergänzung der fakultätseigenen Beratungsstellen dar und sollen als Vermittler und Bindeglied zwischen Lehrenden und Studierenden fungieren.

Katrin Pekar M.A., Technische Hochschule Mittelhessen

Co-Autoren: Jochen Frey, Dieter Baums, Markus Desch

Abstract
Beitrag zur Zielsetzung, Konzeptionierung und Ausgestaltung von GettING Started – einer Studiengangsvariante elektrotechnischer Studiengänge an einer von insgesamt drei hessischen Hochschulen: der Technischen Hochschule Mittelhessen.

Studierenden bietet das Programm fachliche Unterstützung und Begleitung des individuellen Studienverlaufs bei einer Streckung der Regelstudienzeit um zwei Semester sowie kompetente Beratung und organisatorische Entlastung durch studentische und lehrende Mentorinnen und Mentoren.

Das Programm ist vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst finanziert und seit zwei Semestern akkreditiert.

Maximilian Arnold, Universität Stuttgart

Co-Autoren: Stephan ten Brink

Abstract
Das Institut für Nachrichtenübertragung (Studium Elektrotechnik und Informationstechnik) stellt ein interaktives Webdemo-Konzept vor, welches seit vielen Jahren bereits in der Forschung und Lehre an der Universität eingesetzt wird und nun für Schulbesuche erweitert wurde. Mit einer speziellen „MINT-Webdemo“ soll bei Schulbesuchen die Attraktivität von MINT-Fächern (unabhängig von Elektrotechnik) illustriert werden, wobei die Schüler selbst den Ablauf der Demo über ihr Smartphone/Tablet mit beeinflussen können. Weiterhin wird durch die ständige Verfügbarkeit der MINT-Demo über das Internet eine bleibende Brücke zwischen Schule und Universität geschaffen, welche durch wissenschaftliches Personal gepflegt wird.

http://webdemo.inue.uni-stuttgart.de/webdemos/03_theses/MINT/

Florian Hieke, Universität Hamburg & Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung

Co-Autoren: U. C. Müller, D. Sitzmann

Abstract
Um die Heterogenität in den Physikkenntnissen der Studierenden eines MINT-Studiengangs vor Studienbeginn auszugleichen, wird im Verbundprojekt „MINTFIT“ ein Physik-Onlineangebot entwickelt. Orts- und zeitunabhängig können mit Hilfe eines Selbsteinschätzungstests Wissenslücken individuell identifiziert und mit einem daran angepassten E-Learning-Angebot aufgearbeitet werden. Die Testauswertung und Empfehlung erfolgt für die vier Lernfelder Mechanik, Optik, Elektrizitätslehre und Energie separat.

In diesem Beitrag wird der Selbsteinschätzungstest beschrieben. Darauf aufbauend ist derzeit der Prototyp eines adaptiven Tests (CAT-Test) in Entwicklung, der eine Verbesserung der Aussagekraft der Testergebnisse bei gleichzeitiger Verkürzung der Testdauer erlaubt. Hierfür wurden ca. 200 Fragen aus allen vier Themengebieten entwickelt und ihr Schwierigkeitsgrad mit Hilfe einer IRT (Item Response Theorie)-Analyse aus realen Testergebnissen von Studienanfängern des WS 17/18 bestimmt. Diese Fragen bilden den Aufgabenpool des geplanten CAT-Tests.
Dieser wird als Plugin für das Lernmanagementsystem (LMS) Moodle entwickelt. Erste Erfahrungen mit diesem CAT-Test und ein Vergleich zur bisherigen Teststrategie werden vorgestellt.

Dr. Jan-Hendrik Treude, Universität Konstanz

Abstract
Ziel der Individualisierten Studieneingangsphase im Fach Mathematik an der Universität Konstanz ist einerseits, mehr Unterstützung beim Studieneinstieg zu geben, und andererseits, Studienanfängern mehr Flexibilisierung und Individualisierung zu ermöglichen. Hierzu werden den Studienanfängern verschiedene Veranstaltungen angeboten, die ergänzend oder auch als Teil eines alternativen Studieneinstiegs genutzt werden können. Das Poster gibt einen Überblick über die verschiedenen Veranstaltungen sowie über erste Erfahrungen.

Anna-Teresa Engl, Prof. Claudia Nerdel, Technische Universität München

Abstract

Im Rahmen des Projekts Teach@TUM wird erstmals speziell für das Lehramt Berufliche Bildung mit dem Unterrichtsfach Mathematik ein Brückenkurs entwickelt. Grund für die Neueinführung ist die ausgeprägte Heterogenität im Bereich der Beruflichen Bildung, welche sich durch unterschiedliche Vorbildung, Berufsausbildung oder die individuelle Lebenssituation der Studierenden erklären lässt. Ziel des Brückenkurses ist es, die daraus entstehenden Herausforderungen noch vor Beginn des Studiums zu adressieren und die Ausgangssituation der Studierenden anzugleichen. Folgende Maßnahmen werden bei der Gestaltung des Brückenkurses umgesetzt:

  • Vernetzung von Fachwissenschaft und Fachdidaktik: Einführung von Beweisabläufen die für die spätere Unterrichtspraxis von großer Bedeutung sind
  • Stärkung der Schulpraxis: Training der Lehrtätigkeit von Studierenden durch das Abhalten von Übungseinheiten
  • Vertiefung des Basiswissens: Wiederholung der Grundlagenmathematik und ihrer Zusammenhänge mit den Erstfächern
  • Eigenständiges Arbeiten: Gestaltung von interaktiven Übungsphasen

Um eine Qualitätssicherung der Entwicklungsarbeit zu ermöglichen, wird der Brückenkurs kontinuierlich evaluiert und aufgrund der empirischen Einsichten angepasst.

Dr. Solvejg Rhinow, Universität Leipzig

Abstract
Die Zentrale Studienberatung der Universität Leipzig bietet neben der Einzelberatung rund um das Thema Studium auch verschiedene Gruppenveranstaltungen für Studieninteressierte an. Für alle, die gerne vor Ort mit anderen Studieninteressierten arbeiten möchten, wird seit mehr als zehn Jahren ein Orientierungsworkshop angeboten. Zentraler Ansatzpunkt des Angebots ist es, Schüler sowie Abiturienten in einem vierstündigen Workshop bei ihrer Orientierung rund um das Thema Studium hochschulneutral zu unterstützen. Schwerpunkte dieses Workshops sind das Aufzeigen von Methoden, um eigene Fähigkeiten, Interessen und Ziele zu definieren, um Tätigkeitsfelder zu identifizieren und das eigene Informationsverhalten zu optimieren. Das Angebot kann bisher nur vor Ort im Studenten Service Zentrum wahrgenommen werden und bedingt, dass sich Interessierte auf den Weg nach Leipzig machen.

Das Webinar zur Studienwahl stellt eine Erweiterung dieses Angebots in die virtuelle Welt dar. Der interaktive Online-Workshop hat das Ziel, Studieninteressierten aller Fachrichtungen eine grundlegende Orientierung zur Studienwahl zu bieten sowie deren Selbstkompetenzen zu stärken und in kleiner Gruppe durch die praktischen Übungen und Diskussionen die wichtigsten Schritte auf dem Weg zur Entscheidung aufzuarbeiten. Im Gegenteil zum Orientierungsworkshop ist das Webinar ortsunabhängig und ermöglicht die Teilnahme für Studieninteressierte aus ganz Deutschland. Die Nähe des Formats zur Lebenswelt der sogenannten „Digital Natives“-Generation und zu deren medialen Nutzungsverhalten soll die Attraktivität des Angebots und die Motivation zur Teilnahme steigern.

Das Webinar ist in zwei voneinander unabhängige Veranstaltungen gegliedert, die jeweils unterschiedliche Schritte im Entscheidungsprozess als Schwerpunkt haben. Dies soll den Studieninteressierten die Möglichkeit geben, das Angebot entsprechend persönlicher Bedürfnisse zu nutzen. Die Sitzungen streben eine intensive Interaktion zwischen den Teilnehmenden und der Leitung sowie unter den Teilnehmenden selbst an. Inhaltlich basiert das Webinar auf dem Orientierungsworkshop.

Für alle, die ein Lehramtsstudium in Betracht ziehen, wird das Seminar „Lehrerin oder Lehrer – (m)ein Traumberuf?“ angeboten. In diesem Seminar können sich Studieninteressierte mit der Frage beschäftigen, ob das Lehramtsstudium und der spätere Lehrerberuf eine passende Entscheidung darstellen. Typische Aufgabenfelder von Lehrern werden genauso beleuchtet wie Anforderungen des Berufs an die Person. Übungen sollen dabei helfen, eigene pädagogische Eignung zu testen. Das Seminar findet in kleinen Gruppen vor Ort im Studenten Service Zentrum statt.

Andrea Freudenberg, Stiftung der Deutschen Wirtschaft

Abstract

Lehramt MINToring in Baden-Württemberg ist ein Projekt der Vector Stiftung und der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) und wird vom Arbeitgeberverband Südwestmetall im Rahmen seiner MINT-Initiativen an Schulen und Hochschulen mit unterstützt.

Es zielt darauf, dass junge Menschen den Lehrberuf – insbesondere in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – aus Leidenschaft und Überzeugung ergreifen.

Die Förderung setzt wirkungsvolle Impulse für die Studien- und Berufsorientierung. Sie umfasst insgesamt drei Jahre: die letzten beiden Jahre vor dem Abitur und das erste Jahr an der Hochschule. Zahlreiche Workshops sowie ein individuelles Coaching durch Mentorinnen und Mentoren prägen das Programm.

Lehramt MINToring

  • informiert Schülerinnen und Schüler über Karriereperspektiven als MINT-Lehrerinnen und -Lehrer und unterstützt sie bei einer reflektierten Studien- und Berufswahlentscheidung.
  • bereitet angehende Abiturientinnen und Abiturienten durch vielschichtige Praxiseinblicke auf die Anforderungen eines Lehramtsstudiums vor und erleichtert so den Einstieg ins Studium.
  • ermöglicht erste didaktische Erfahrungen und gewährt Einblicke in die pädagogische Arbeit.
  • wurde im Jahr 2012 von der TÜV Süd Stiftung und der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) gestartet und erfährt jetzt eine Weiterentwicklung durch die Zusammenarbeit der sdw und der Vector Stiftung unterstützt von Südwestmetall.
  • ist ein Partnerprojekt zum MINToring-Programm des Arbeitgeberverbands Südwestmetall in Baden-Württemberg, beides initiiert durch die Stiftung der Deutschen Wirtschaft.

Kurzzusammenfassung:
MINToring zielt darauf ab, den MINT-Fachkräftemangel zu beheben.
Lehramt MINToring in Baden-Württemberg verfolgt das Ziel, mehr MINT-Lehrkräfte zu gewinnen.

Veranstalter:

Das MINT-Kolleg Baden-Württemberg ist eine gemeinsame Einrichtung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der Universität Stuttgart.

Verbunduniversitäten:

Förderer: